Konzept

Um unsere Ziele umsetzen zu können, verfolgen wir das Konzept der „Bestmöglichen Darstellung“. Bei Vermeidung unnötiger Kompromisse wird unter Aufbringung der verfügbaren Mittel und Ressourcen der per Zielsetzung definierte Darstellungsauftrag auf Basis von Funden und Referenzen sowie den darauf basierenden Schlussfolgerungen so nah wie möglich an der historischen Realität umgesetzt. Das Konzept gliedert sich in die Teilbereiche Recherche, die vier Hauptdarstellungslinien und die Umsetzung der Inhalte in Form von Vorführungen mit sowohl sportlichem als auch ausdrücklich didaktischem Inhalt. Das erscheint also soweit als eine recht sauber ausgedachte Definition und wir setzen sie konsequent um. Aber hört sich das jetzt nicht schon sehr theoretisch und ein bisschen "verkopft" an? Nun, falls ja, das täuscht. Um eine ebenso anschauliche und attraktive wie historisch belastbare Basis für die Umsetzung des Konzeptes zu schaffen, die einem nicht sofort Kopfschmerzen bereitet, haben wir folgende Szenerie für unsere Darstellung entwickelt:
Southampton im Frühsommer 1415 Die Vorbereitungen für den nahenden Frankreichfeldzug nehmen greifbare Form. Die Truppen des Königs sammeln sich im Süden Englands, genauer gesagt in Southampton. Zum Heeresaufgebot gehören Ritter, Reiter, Kämpfer und Bogenschützen sowohl zu Pferde als auch zu Fuß. „Hört mich, Männer! Sobald der König ausreichend Schiffe gemustert hat setzen wir endlich auf das Festland über. Dort gewinnen wir dann zu Ehren Gottes und des Heiligen Georgs gemeinsam mit unserem König Heinrich diesem sein rechtmäßiges Reich zurück! Unser Kampf gilt der Ehre und Gerechtigkeit – Auf nach Frankreich! Auf zum Sieg!“ Thomas Thatcher, im Dienste des Herrn von Salisbury für König Henry V, im Juli 1415
Diese Einbettung der theoretischen, didaktischen und darstellerischen Ansprüche in ein plastisches, fühlbares und erlebbares Umfeld soll allen Interessierten, Aktiven wie auch Besuchern, einen geeigneten Zugang zum Thema eröffnen. Es leidet dabei keinesfalls der Spaß an der Sache, im Gegenteil: die Umsetzung des Konzeptes bringt viele unvergessliche und unvergleichliche Erlebnisse mit sich, die mit anderen Ansprüchen so nie möglich wären. Wer die Faszination einer konsequenten spätmittelalterlichen Bogenschützendarstellung im frühen 15. Jahrhundert mit einem ebenso ernstgemeinten sportlichen Anspruch verbinden möchte, hat das Konzept im Grunde verinnerlicht!